Google Maps mit Indoor Kartenmaterial

Android User können sich freuen. Nicht nur deswegen, weil Weihnachten kurz vor der Tür steht und es im Moment einige App-Schnäppchen im Android Market zu finden gibt, sondern vor allem da Google dem eigenen mobilen Betriebssystem eine neue Google Maps Version zur Verfügung gestellt hat.

Google Maps 6.0 for Android ist seit einigen Tagen in den USA und Japan erhältlich und verfügt über ein bis dato außergewöhnliches Feature. So bietet die neuste App neben dem bekannten “Outdoor” Kartenmaterial nun auch die “Indoor” Navigation inkl. ausgewählter, öffentlicher Plätze, Geschäfte und Gebäude.

Die Idee dahinter ist die einfachere Wegfindung innerhalb großer Ladengeschäfte, Einkaufszentren oder Flughäfen. Wer kennt das nicht?! Zu spät am Flughafen, das richtige Gate muss gefunden und vorab selbstverständlich das neueste Lesematerial gekauft werden. Doch welcher Weg ist der Kürzeste vom Bookstore zum Gate?! Da kann es schon mal richtig knapp  werden! Mit Google Maps soll das nun der Vergangenheit angehören, denn dank der neuen Map App kann das Android Smartphone nun auch in Gebäuden den kürzesten und schnellsten Weg anzeigen.  Aber auch für Shoppingprofis ist Google Maps sehr interessant. So kann vor dem Einkaufsmarathon noch eine genaue “Shoppingroute” ausgewählt werden. Dadurch gewinnt der gestresste Shopper vor allem Zeit und behält seine Nerven.

(Screenshot: Google)

Bisher steht das neue Kartenmaterial nur für ausgewählt Locations (einige IKEA Filialen, Mall of America, etc.) in den USA und Japan zur Verfügung. Wir sind überzeugt, dass sich dieser smarte Service durchsetzen und im Laufe der nächsten Monate auch seinen Weg nach Europa finden wird. Ob aber letzten Endes viele große Geschäfte wirklich Ihre Ladenflächen “kartographieren” lassen werden, ist fraglich. Große Geschäfte sind oftmals in einem labyrinthähnlichen Ladendesign aufgebaut um Kunden eben länger (mit der Aussicht auf Spontankäufe ausgerichtet) und nicht zeitersparender im Shop zu behalten. Für Flughäfen, Bahnhöfe oder Shoppingmalls könnte die App aber durchaus seine Daseinsberechtigung haben.

Virenschutz a la Google: der Suchgigant warnt künftig vor Virenbefall

Davon ist vermutlich noch kein Internetnutzer verschont geblieben: der PC wird durch Virenbefall lahmgelegt. Im Falle eines besonders aggressiven Virus kommt häufig jegliche Hilfe zu spät.

Als das Top-Online-Unternehmen schlechthin, ist man sich natürlich auch bei Google im sonnigen Kalifornien der steigenden Gefahr bewusst. Der Suchmaschinengigant erweiterte deshalb vor kurzem seinen Suchdienst um eine weitere nützliche Funktion: verwendet man die Google-Suche wird der User künftig gewarnt, wenn Google meint, einen Virenbefall des Nutzers festgestellt zu haben. Sollte dies der Fall sein, erscheint eine auffällige gelbe Meldung mit dem Hinweis „Ihr Computer scheint infiziert zu sein“  über dem Suchfeld. Um einen Virenbefall zu entdecken, untersucht Google ob zwischen dem PC und dem Google-Server andere Proxy-Server geschaltet sind. Dies könnte auf einen  Befall mit Viren, Trojanern oder andere Arten von Malware hindeuten. Der gesamte Scan-Prozess läuft für den User unsichtbar im Hintergrund ab. Googles Virenscan ergänzt damit die bereits verfügbaren Infos in den Suchergebnissen, welche User vor Webseiten mit (vermeintlich) schädlichen Inhalten warnen.

Bildquelle: SPIEGELONLINE

Ein Nachteil der neuen Google Funktion ist jedoch, dass Google so zwar grundsätzlich schädliche Programme entdeckt, jedoch im Einzelnen keine genaueren Angaben zu diesen macht. Im Falle einer Virenmeldung empfiehlt Google deshalb auch einen Virenscan mit dem auf dem PC installierten Virenschutz durchzuführen. Da über Googles Virenschutz nur bestimmte Arten schädlicher Software entdeckt werden können, sollte – aus unserer Sicht – auch in Zukunft nicht auf eine eigene, intakte und stets aktuelle Virensoftware verzichtet werden. Neben einem aktuellen Virenschutz empfiehlt sich auch eine Firewall, um noch besser beim Surfen im Internet geschützt zu sein. Weitere vorbeugende Sicherheitsmaßnahmen für den Worst Case eines Befalls durch Viren, Trojaner & Co. sind eine regelmäßige Datensicherung der wichtigsten persönlichen Daten, um im Falle einer Infektion wenigstens die wichtigen Daten nicht zu verlieren.

Sollte trotz allem der PC infiziert werden, hilft der Virenscan leider nicht in allen Fällen. Manchmal ist eine komplette Neuinstallation von Nöten und im schlimmsten Fall muss sogar ein komplett neuer PC gekauft werden. Man sollte also alle möglichen Vorkehrungen treffen und beim Surfen im Internet stets die Augen offenhalten. Zum Entfernen von Viren gibt es bei dem neuen Dienst von Google hilfreiche Tipps – und wem damit noch nicht geholfen ist, dem bleibt natürlich immer noch die klassische Google-Suche.

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Google - Vier Hochzeiten und ein Todesfall

Das Google gerne auf vielen Hochzeiten tanzt ist bereits bekannt. Gerade aber in den letzten Tagen und Wochen hat der Suchmaschienen-Riese aus Kalifornien wieder von sich reden gemacht. Diesmal nicht mit einem Datenskandal ala Streetview, sondern auch mit durchaus positiven News.

Google Chromebook

Bereits seit geraumer Zeit werkelt man im Hause Google an einem Notebook, welches die Normen des herkömmlichen mobilen Computings sprengen wird. So arbeitet der von Acer gefertigte mobile Computer nicht mit einem der bekannten Betriebssysteme wie Windows 7 oder MacOS, sondern mit einem reinem WebOS.

Das bedeutet, dass alle Daten in der Cloud (also online) gespeichert und verarbeitet werden. Das heisst allerdings auch, dass nur bestimmte Programme auf dem Gerät laufen werden. Diese von Google vertriebenen Web-Apps werden im Firmeneigenen Chrome Web Store vertrieben. Die Vorteile eines solchen Chromebooks liegen dabei auf der Hand. Da das Betriebssystem nicht auf dem Computer gespeichert ist sondern über die Cloud arbeitet, muss sich der User auch nicht um die Sicherheit oder Aktualität des Systems kümmern. Virenscanner und Firewalls gehören so bald der Vergangenheit an, genauso wie das mühselige und niemals endende Updaten der Systemsoftware. Ein weiteres Zuckerl, dass Chromebook startet innerhalb von 8 Sekunden was für viele Notebook User ein Segen darstellen wird.

Google Chromebook

(Bild: Google Chromebook, Quelle: http://cdn.wwwery.com/wp-content/uploads/2011/05/Google-Chromebook.jpg)

Ein großer Nachteil ist allerdings, dass man auf diesem Notebook nur bestimmte Apps installieren und somit nicht alle Programme verfügbar sind. Des weiteren wird fast immer eine Internetverbindung benötig. Das Chromebook ist zwar mit Wifi und 3G ausgestattet, sofern man aber unterwegs in einem Funkloch steckt, wars das mit dem Spass am mobilen Computer.

Android Open Accessory

Stichwort Vernetztes Haus. Was vor einigen Jahren noch eine Zukunftsvision war, soll laut Google bald für die breite Masse verfügbar sein. Auf der Anfang Mai vorgestellten Entwicklerkonferenz zeigte Google erstmals seine Vision eines “Androiden” Lebens.

So können in der Zukunft beliebige Geräte mit einem von Google hergestellten Empfangsteil von einem Android Gerät aus bedient werden. Gezeigt hat der Suchmaschienenanbieter das Ganze mit einer LED Glühbirne welche mit einem Empfänger sowie einer Webadresse ausgestattet ist und sich so wie von Geisterhand mit nur einem einzigen Fingertipp an und ausschalten lässt.

Solche ferngesteuerten Geräte gab es auch schon vor einigen Jahren, was bei dem von Google vorgestellten Konzept allerdings überzeugen kann, ist die niedrige Einstiegshürde für Entwickler. So ist das Android Open Accessory Developer Kit nicht nur kostenlos, sondern auch komplett ohne Linzenssierungsgebühren erhältlich. Das Empfangsteil kostet selber nur wenige Cent und lässt sich so in fast jedes elektronische Gerät integrieren. Wie zum Beispiel in Glühbirnen.

Music Beta by Google

Bereits vor einiger Zeit wurde von einer Apple iTunes Streaming Version berichtet. Kurz darauf folgten die Gerüchte das sowohl Google, als auch Amazon eine Cloud basierten Musikdienst planen. Als erster der drei Anbieter ging Amazon vor einigen Wochen online. Kurz darauf folgte Google mit Music Beta, einem für Android Systeme zugeschnitten Cloud Player.

Der Vorteil des Cloud Music Players ist vor allem, dass die gesammelten Musiktitel dem Benutzer überall, wo es eine Internetverbindung gibt, zur Verfügung stehen. Das bedeutet auch eine vereinfachte Verwaltung aller mobilen und stationären Devices. Sobald also ein neuer Titel in die Cloud geladen wird, ist dieser auch schon auf allen Geräten verfügbar und muss nicht wie vorher über USB synchronisiert werden.

Google Wallet

Ja, auch die Geldbörse will Google abschaffen. Das für die heutigen Tage Antik wirkende Ledermäppchen wird, wenn es nach Googles Denkern geht, in der Zukunft dem Mobiltelefon weichen. Das am letzten Donnerstag vorgestellt System Google Wallet soll zumindest in Amerika die Kreditkarte ersetzen. Ein mit NFC (Near Field Communications) Handy dient dabei als Sender. Der Benutzer legt dabei schlicht sein Handy auf das Empfangsteil und das Geld wird von der eigens eingeführen Google Prepaid “Karte” abgebucht.

Google Wallet

(Bild: Google Wallet Bezahlsystem, Quelle:http://assets.gearlive.com/blogimages/google-wallet.jpg)

In Deutschland wird diese System wahrscheinlich noch eine Weile auf sich warten lassen, zum einen ist die Technik hier zu Lande noch nicht weit genug fortgeschritten, zum anderen Benutz in Deutschland kaum einer seine Kreditkarte. Anders in Amerika. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wird so gut wieder jeder Betrag mit der Plastik Karte bezahlt. Und auch die Auswahl an NFC Phones ist größer. In Deutschland bisher erhältlich ist nur ein Nokia Gerät welches außer NFC ansonsten nichts zu bieten hat.

Rechtsstreit um Online Werbung

Kommen wir nun zum Todesfall. Wie vor einigen Tagen bekannt wurden, hat Google überraschend 500 Millionen Dollar für einen möglichen Rechtsstreit und der daraus folgenden Forderungen zurückgestellt. Dies geht aus den Unterlagen der Börsenaufsicht SEC hervor welche vor einigen Wochen veröffentlicht wurden. Google begründet diese hohe Summe folgend: “diese Rückstellungen sind für eine potenzielle Lösung einer Untersuchung des US-Justizministeriums zum Gebrauch von Googles Anzeigensystem durch bestimmte Anzeigenkunden bestimmt”.

Anders ausgrückt bedeutet dies, dass Google gewisse Anzeigenkunde benachteiligt und so die Suchergebnisse manipuliert habe. Dabei handelt es sich unter anderem um Preissuchmaschinen, welche in direkter Konkurrenz zu Google stehen.

Google zeigt immer wieder wie vielseitig das Unternehmen aufgestellt ist und was wir in der Zukunft noch erwarten können. Sicher ist aber, dass Google auch in Zukunft für das ein oder andere revolutionäre Gadget gut ist, sowohl Offline als auch Online.

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